Fernostkost boomt in Bielefeld

Moderne Asia-Küche

Lange beherrschte der Kaiserpalast das kulinarische Reich der Mitte, war mitten in Bielefeld das Maß aller Dinge, wenn es um Fernostkost ging. Als er nach 35 Jahren abdankte, machten bereits andere Trends aus der modernen Asia-Küche den klassischen China-Restaurants Konkurrenz: erst mongolisches Barbecue, später schnelle Wok-Gerichte und inzwischen natürlich raffinierte Sushi- und Suppen-Variationen, die Appetit auf die Vielfalt japanischer Küche machten.

 

Gleich zwei neue Restaurants wollen sich der japanischen Küche widmen: Das Noori im grünen Würfel auf dem Kesselbrink und das Sumo, das im Sommer am Oberntorwall eröffnen soll. Das Noori gehört zu einer Kette, die auch Restaurants in Düsseldorf, Essen und Moers betreibt, und ihren Gästen „mehr als nur Sushi“ verspricht. Schließlich gilt die japanische Küche als sehr fettarm und eine der gesündesten Küchen überhaupt, die sich nicht zuletzt auch auf kunstvolles Anrichten seiner Speisen versteht.

Erlebt man zudem das moderne Ambiente, in dem nicht nur im Noori Fernostkost in Bielefeld serviert wird, weiß man auch, warum die Ära der klassischen China-Restaurants mit üppig-goldener Deko und telefonbuchdicken Speisekarten zu Ende geht. Denn Restaurants wie Kometsu oder Kado setzen auf urbanes Flair, stylishes Ambiente und junge Genießer, die Lust auf Sushi haben. Und das Meiwei, das neben exzellenten Sushi-Variationen bewusst eine moderne, gesunde asiatische Küche ohne Glutamat & Co. pflegt, legt mit seinem knallroten Anstrich optisch noch eine Schippe drauf. Nicht zu vergessen die angesagte Suppenküche des Soba, deren kulinarischer Horizont von Japan über Thailand bis nach Indien reicht. Hinzu kommen Restaurants wie das Le & Vi zwischen Klosterplatz und Oberntorwall, das vietnamesisch inspiriertes Streetfood auf der Karte hat.

Wie ein modernes China-Restaurant aussehen kann, demonstrieren Chaojin Wang und Jinhong Liu im ehemaligen Kaiserpalast. Sie haben die Räumlichkeiten des einstigen Ratscafé KaffeeKunst hinzugenommen und zu einem großen, hellen Restaurant namens Wang zusammengefügt. Auf 800 Quadratmetern bieten sie neben der Vielfalt der chinesischen Küche auch mongolische Spezialitäten und ein üppiges Buffet mit Teppanyaki-Grill.

Ob vietnamesisch, japanisch, thailändisch oder chinesisch, Bielefelds breit gefächerte gastronomische Landschaft bietet heute Fernostkost für jeden Gaumen.

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