BIELEFELD VOM FEINSTEN

DIE FÜNF

Sie kommen „von hier wech“. Das schätzen und schmecken ihre Gäste. Sie lieben die frische, saisonale Küche, die einen starken Akzent auf die westfälische Herkunft legt. Brackweder Hof, Restaurant Kreuzkrug, Restaurant Sparrenburg, Wernings Hof und Wernings Weinstube – das ist geballte kulinarische Kompetenz. Eben Bielefeld vom Feinsten. Zugleich zieht es DIE FÜNF auch immer wieder „wech von hier“. Bei ihren gemeinsamen kulinarischen Reisen entdecken sie Köstlichkeiten aus aller Welt und bringen sie mit ihren Spezialitätenwochen zurück nach Bielefeld.
Denn weltoffene Ostwestfalen blicken auch gerne mal über den eigenen Tellerrand.
www.diefuenf.de

RESTAURANT KREUZKRUG
SAISON FÜR GESCHMACK

Frische vegetarische Ravioli gefüllt mit Steinpilzen, Lammfilet mit Tomaten Olivenkruste oder Rehkeulenbraten mit Preiselbeeren. Na, Appetit bekommen? Diese und viele weitere Köstlichkeiten finden sich auf der Karte des traditionsreichen Familienbetriebs in Dornberg. Seit 1827 beweist der Kreuzkrug, wie lecker es sein kann, Geschichte mit neuem Leben zu füllen. Aktuelle Trends wie Regionalität und Saisonalität sind für die gehobene Küche von Stefan Austmann schon lange selbstverständlich. Der Küchenchef setzt ganz auf frische Zutaten von langjährigen Lieferanten aus der Region sowie auf den abwechslungsreichen Geschmack der Jahreszeiten. Kein Wunder, dass die frühere Postkutschenstation heute eine bekannte Adresse für Genießer ist. Ebenso für Gäste von Feiern aller Art. Je nach Größe der Runde stehen von der kleinen Kutscherstube bis zum großen Saal verschiedene Räumlichkeiten zur Verfügung. Und wer lieber daheim feiert, setzt auf den kompetenten Partyservice der Familie Austmann.
www.kreuzkrug.de

RESTAURANT SPARRENBURG
KULINARISCH HOCH HINAUS

Das ist ja der Gipfel! Ja genau, der Gipfel des Genusses ebenso wie ein beliebter Aussichtspunkt für alle, die den Fernblick über die Stadt schätzen. Bielefelds Wahrzeichen zieht nämlich nicht nur zu jeder Jahreszeit Ausflugsgäste und Wanderer an, das Restaurant an der Sparrenburg ist auch ein echter Hotspot für Genießer. So oder so: Der Aufstieg auf den 180 Meter hohen Sparrenberg lohnt sich. Das Restaurant lockt mit einer gemütlichen, romantisch-rustikalen Atmosphäre. Hier verwöhnt die Familie Niegisch ihre Gäste mit freundlichem Service und einer vielseitigen Karte voller regionaler Besonderheiten und kulinarischer Feinheiten. Je nach Saison mit verschiedenen Schwerpunktthemen. Geht es in der kalten Jahreszeit zum Beispiel mit Rehkeule oder Gänsebraten „ganz schön wild“ zur Sache, darf im Frühjahr der frisch in der Senne geerntete Spargel zeigen, was er draufhat. Eine Küche, die bei den Gästen ankommt – übrigens auch im Rahmen von Geschäftsessen oder großen Familienfeiern. Wem rein kulinarische Erlebnisse noch nicht ausreichen, der ist bei den regelmäßig stattfindenden Events genau richtig. Ob großes Rittergelage oder Krimi Dinner, oben auf der Burg gibt es immer etwas zu erleben. Und wenn die Tage wieder länger werden, dann können die Besucherinnen und Besucher mit zahlreichen Snacks und Getränken vom Kiosk im Burghof die Draußen-Saison einläuten. Großartiger Ausblick inklusive.
www.restaurant-sparrenburg.de

BRACKWEDER HOF
GEMEINSAME SACHE

30 Jahre Bielefeld geht aus. Da kann Beatrix Bartsch-Hoffmann locker mithalten. Ihre Eltern starteten bereits 1958 in Biermanns Weinstuben und etablierten diese als kulinarischen Treffpunkt in der Region. 1961 kauften sie den Brackweder Hof. Den führen Beatrix Bartsch-Hoffmann, ihr Mann Andreas Hoffmann und Tochter Hanna Sträter heute in zweiter bzw. dritter Generation.

Was lieben Sie an Ihrem Beruf?
Andreas Hoffmann: Mir gefällt die Kreativität, es ist ein spannender, abwechslungsreicher Beruf mit Hochs und Tiefs. Und für mich als Koch ist es schön, von den Gästen sofort eine Rückmeldung zu bekommen.


Beatrix Bartsch-Hoffmann: Das direkte Feedback und den Kontakt zu den Menschen mag ich auch. Ich bin ja in den Beruf reingeboren, kenne manche Gäste von Kindheit an. Mir gefällt, dass die Gastronomie eigentlich ein „Luxusgut“ ist. Wir gehen mit hochwertigen Produkten um, decken die Tische schön ein und bieten etwas, was die Gäste sich gönnen, in ihrer Freizeit genießen.

Hanna Sträter: Der Brackweder Hof ist mein Eltern- und Geburtshaus. Ich sage immer, ich bin die geborene Gastronomin. Ich liebe diesen Beruf, in dem man überall auf der Welt arbeiten und wunderbare Menschen treffen kann. Ganz besonders liegt mir das Organisatorische, Administrative. Meine Eltern sind für das Restaurant zuständig, ich bin die Hotelfachfrau, die gerne Computerarbeit macht und plant. Eine Hochzeit zu organisieren, darin gehe ich auf. Und ich mag das Feedback: Wenn ich an der Rezeption stehe und die Gäste sagen, dass sie sich wohlfühlen und spüren, dass wir ein Familienbetrieb sind.

Ist diese Aufteilung auch das Geheimnis Ihres Erfolgs?
Beatrix Bartsch-Hoffmann: Auf jeden Fall, es ist ein großes Glück, dass unsere Tochter vor sieben Jahren dazu gekommen ist. Seit mein Mann und ich unsere Ausbildung gemacht haben, hat es rasante Veränderungen gegeben, man denke nur an die Digitalisierung. Da wachsen die Jüngeren ganz einfach rein und Hanna hat auch viele neue Ideen mitgebracht.

Wo würden Sie rückblickend sagen: Das haben wir richtiggemacht?
Andreas Hoffmann: Die Zusammenarbeit mit den Fünf ist sicherlich so ein Punkt. Immer wieder eine Region zu erkunden, in die Küchen anderer Länder zu schnuppern, das bereichert uns sehr.

Beatrix Bartsch-Hoffmann: Ja, unsere Spezialitätenwochen waren und sind eine gute Idee. Oft waren wir auch innovativ und haben z. B. schon Flammkuchen angeboten, als die in Bielefeld noch keiner kannte. Grundsätzlich sind wir zwar immer bei der klassischen Küche geblieben, aber mein Mann ist ein „Feinmotoriker“ (lacht), er kocht weniger rustikal als mein Vater. Genau den richtigen Riecher zur richtigen Zeit hatten wir mit dem Bau des Hotels vor fast 25 Jahren. Stolz bin ich darauf, dass wir auch schwierige Zeiten gemeistert haben, weil wir als Familie zusammenhalten.

WERNINGS WEINSTUBE
MIT KNOW-HOW UND LEIDENSCHAFT

Die einen schwören auf lieblichen Riesling, die anderen auf samtigen Chianti. Aber alle sind sich darin einig, dass der Alte Markt eine hervorragende Adresse für Weinliebhaber ist. Und es gibt viele gute Gründe, immer wieder in Wernings Weinstube einzukehren: Allein mehr als 30 offene Weine stehen auf der Karte. Viel Sachkenntnis und Freude am guten Geschmack prägen auch die große Auswahl an Flaschenweinen. Hier sind die renommierten Namen der Weinwelt ebenso vertreten wie junge, aufstrebende Winzer. Sie alle haben eines gemeinsam: Wein ist ihre Leidenschaft. Das gilt genauso für Daniela Werning, die mit einem Faible für gute Weine aufgewachsen ist. Bereits seit 2001 führt sie die Weinstube, die ihre Eltern 1995 am Alten Markt eröffnet haben. „Neben Einstiegstropfen finden sich exklusive Spitzenweine für besondere Anlässe auf der Karte, Klassiker aus renommierten Anbaugebieten stehen neben biodynamisch erzeugten ‚Exoten‘“, erklärt Daniela Werning. Jede Position ist ausführlich erläutert, aber selbstverständlich berät die Gastronomin mit ihrem Team die Gäste gerne und hilft bei der Auswahl der passenden Weine zu den angebotenen Speisen. Die reichen von köstlichen Kleinigkeiten über regionale Spezialitäten aus den verschiedenen Weinanbaugebieten bis zum 3-Gänge-Menü. Ebenso besonders wie die Weinauswahl ist das Ambiente der guten Stube der Stadt – das historische Kreuzgewölbe stammt aus dem 13. Jahrhundert. An sonnigen Tagen ist ein Platz auf der Terrasse direkt vor dem TAM aber mindestens ebenso begehrt.
www.wernings-weinstube.de

Text: Redaktion

Fotos: privat, iStock/ tbralnina, Pia Engelbrecht, Susi Freitag

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